Workshops

Anbei ein unvollständiger Ausschnitt aus dem Bildungsprogramm. Auf dem Camp könnt ihr euch aber auch spontan einbringen. Es wird Free Spaces geben, in den ihr eure gewünschten Themen auch unabhängig des Bildungsprogramms diskutieren könnt und ein Sportangebot.

27.07.2018 // Freitag // 10-13 Uhr

Reflexion von Hierarchien in selbstorganisierten Gruppen: Welche Möglichkeiten gibt es Hierarchien abzubauen und einen kritischen
Umgang zu erlernen?

In vielen linken Gruppen besteht der Wunsch möglichst ohne Hierarchien zusammen zu arbeiten und zu leben. Bei formellen Hierarchien (z.B. Vorstand) ist das noch vergleichsweise leicht umzusetzen, in dem sie weggelassen und durch gleichberechtigtere Organisationsstrukturen (z.B. Konsens) ersetzt werden. Schwieriger wird es bei informellen Hierarchien, die trotz vermeintlicher Gleichberechtigung wirken. Sie entstehen bspw. durch unterschiedliche Zugänge zu Wissen, Informationen und anderen Ressourcen (z.B. Zeit, Kontakte) sowie durch verschiedene persönliche Verhaltensweisen,  igenschaften und Fähigkeiten (z.B. Ausdrucksfähigkeiten, Aussehen). Hierarchien in Gruppen sind zudem oft eng verknüpft mit strukturellen Hierarchien, wie Sexismus, Rassismus, Klassismus, Lookisem etc.! Diese Komplexität und Verwobenheit kann zu Hilflosigkeit, Überforderungen und Konflikten in Gruppen führen. Der Workshop soll euch dabei etwas unterstützen Hintergründe, Wirkmechanismen und Auswirkungen von Hierarchien zu reflektieren sowie individuelle und kollektive Handlungsoptionen zu entwickeln und umzusetzen.

Antisemitismus und (antimuslimischer) Rassismus
Oft ist zu hören, Antisemitismus und Rassismus seien das Gleiche. Angeführt wird hierbei, dass Anti-SEMITEN gegen Semiten seien, und das seien sowohl Jüdinnen und Juden als auch Araberinnen und Araber. So weit, so falsch. Richtig ist, dass Antisemitismus und Rassismus von klein auf die konstituierenden Ideologien Deutschlands sind. Ihre heutigen Funktionen und Erscheinungsformen, auch in Bezug auf Israel, werden wir in diesem Workshop gemeinsam erarbeiten.

Sani-Workshop
Beschreibung folgt…

Graffiti-Workshop
Graffiti is not a crime! Habt ihr schon immer mal Interesse an Graffiti gehabt, vielleicht sogar schon selber Erfahrungen gesammelt oder einfach nur Lust ein Graffiti zu malen, dann fühlt euch herzlich eingeladen zum Graffitiworkshop. Eure Referent*in steht euch gerne für Fragen und Antworten zur Verfügung.

27.07.2018 // Freitag // 15-18 Uhr

Identitäre Bewegug
Beschreibung folgt…

Räume schaffen: FLTI*-Vernetzung
Viele Probleme, mit denen Frauen, Lesben, Trans- und Interpersonen* (FLTI*) in gemischtgeschlechtlichen Räumen kämpfen, haben mit
Gruppen-Dynamiken zu tun, oft geprägt durch dominante Typen. Wir wollen auf dem JWD-Camp eine schöne Zeit verbringen und die Gelegenheit nutzen, aus der Dynamik auszubrechen. In einer FLTI*-Runde wollen wir frei von cis-männlicher Dominanz über unsere Erfahrungen mit erlebtem Sexismus auszutauschen. Dabei soll es vor allem darum gehen, über Strategien zu reden, wie wir die Dominanz auch in unser alltäglichen Politarbeit durchbrechen können. Ein paar Tipps & Tricks werden wir vorstellen und gemeinsam diskutieren. Die Runde ist nur für FLTI* gedacht.

Aktionstraining
Beschreibung folgt…

28.07.2018 // Samstag // 10-13 Uhr

„… auf der nächsten Demo werf ´ ich wie Obelix mit Hinkelsteinen!“ Ein Workshop zu Antifa und Männlichkeit(en). (Teil I)
Ziel des Workshops ist eine geschlechterkritische Auseinandersetzung der Teilnehmer*innen mit sich selbst und ihrer politischen Praxis. Zunächst werden grundlegende Perspektiven auf Geschlechterverhältnisse und Männlichkeit(en) vermittelt. Den Teilnehmer*innen soll damit die Möglichkeit gegeben werden, sich selbst in einen bewussten Bezug zu vergeschlechtlichten gesellschaftlichen Verhältnissen zu setzen. Davon ausgehend werden individuelle Beweggründe für antifaschistisches bzw. linkes politisches Engagement gesammelt und die eigenen politischen Ansprüche in ein kritisch-reflexives Verhältnis zu Geschlecht und Männlichkeit(en) gesetzt. In verschiedenen Einheiten wird der Workshop in einem Wechsel von Input, getrennt- sowie gemischtgeschlechtlichten Kleingruppen, individuellen Reflexionsphasen und dem Plenum von allen Teilnehmer*innen gestaltet. Gemeinsam können Möglichkeiten entwickelt werden, die erarbeiteten Perspektiven mit der politischen Praxis zusammenzubringen.

…und wer regiert das Geld? Verschwörungserzählungen erklären die Welt
Beim Thema Verschwörungserzählungen denken viele als erstes an skurile, aber vermeintliche harmlose Gestalten mit Aluhüten und eine angeblich nichtexistierende Stadt irgendwo tief im Westen. Verschwörungserzählungen sind aber viel mehr als absurde „Theorien“. Sie liefern häufig eine komplette alternative Welterklärung und die vermeintlich Schuldigen am eigenen Elend im Kapitalismus gleich mit. Verschwörungsdenken ist vor allem im Antisemitismusaber auch im Rassismus zu Hause. Im Workshop lernen wir verschiedene Verschwörungserzählungen kennen und diskutieren darüber warum sie für so viele Menschen attraktiv zu seien scheinen. Es wird außerdem die Möglichkeit geben eine eigene kleine Verschwörungserzählung zu basteln, gemeinsam wollen wir dann im Anschluss üben sie zu knacken.

28.07.2018 // Samstag // 15-18 Uhr

„… auf der nächsten Demo werf ´ ich wie Obelix mit Hinkelsteinen!“ Ein Workshop zu Antifa und Männlichkeit(en). (Teil II)

Alles Nazis? Wie AfD und Neue Rechte im Verhältnis zum Neonazismus einzuordnen sind
„Kein Badespaß für Nazis!“ soll beim Stibitzen von Alexander Gauland Klamotten am Potsdamer Heiligen See gerufen worden sein. Aber handelt es sich bei dem AfD-Bundessprecher und Fraktionsvorsitzenden im Bundestag wirklich um einen Nazi? Ist die AfD quasi das gleiche wie NPD, Die Rechte oder Der Dritte Weg – nur erfolgreicher? Oder ist das, was man Rechtspopulismus nennt, doch etwas anderes und der Begriff des Nazis führt eher in die Irre? Und wie sieht es mit anderen Akteuren der sogenannten Neuen Rechten aus? Wie mit Ein Prozent, dem Verein Zukunft Heimat oder den Identitären? Im Workshop schauen wir uns das etwas genauer an und überlegen welche Unterscheidungen sinnvoll sind, um diese Phänomene nicht nur verstehen, sondern ihnen auch effektiv entgegentreten zu können.

Everybody dance now!- DJ Workshop für FLTI*s
Du gehst gerne auf Soli-Partys und wolltest schon immer hinter dem Dj-Pult stehen und deine Lieblings-Hits mit mit der Crowd teilen? Dann bist du bei unseren DJ Workshop richtig! In dem Workshop wollen wir zeigen, wie eine Anlage angeschlossen wird, welches DJ Programm für den Anfang geeignet ist, wie Übergänge funktionieren und vieles mehr. Das Ganze richtet sich an FLTI*, denn auch das Auflegen ist leider immer noch eine große Männer*-Domäne. Ohne nerviges Mansplaining wollen wir uns daher gemeinsam hinter das DJ-Pult wagen und eine Atmosphäre schaffen, in der alle gerne das Erlernte in einem praktischen Teil ausprobieren können. Ob Anfängerin, oder Fortgeschrittene – es geht darum Skills zu teilen und am Wichtigsten, dabei Spaß zu haben! Bringt auch gerne eure Festplatten und USB-Sticks mit, damit wir alle Musik austauschen können.

 


außerdem:

Ausstellung [Kein schöner Land] – Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg

Im Bundesland Brandenburg sind die meisten Todesopfer rechter Gewalt seit der Wiedervereinigung zu beklagen. Die Ausstellung des Verein Opferperspektive erinnert an 22 Menschen, die plötzlich aus ihrem Leben gerissen wurden. Sie mussten sterben, weil die Täter menschenverachtende Einstellungen verinnerlichten und den Wert eines Menschen an seiner Hautfarbe, seiner Herkunft, seines sozialen Status, seiner körperlichen oder seiner psychischen Beeinträchtigung bemaßen. „Kein schöner Land – Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg“ thematisiert darüber hinaus das Gedenken und die langen Debatten um Anerkennung als politisch motivierte Verbrechen.