Awareness

Auf dem Camp wird es ein Awereness-Team geben. Ausführliche Beschreibung:

Was ist Awareness?
Awareness sehen wir als notwendiges Konzept, um das Wohlbefinden aller beteiligten Menschen zu gewährleisten. Wir setzen uns als Awarenesscrew dafür ein, dass Grenzüberschreitungen und Diskriminierungen jeder Art auf dem Camp keinen Platz finden. Trotzdem sind wir kein Ersatz für selbstverantwortliches, reflektiertes Handeln aller Camp-Teilnehmer*innen. Da wir selber nicht alle individuellen Grenzüberschreitungen und Diskriminierungsformen definieren können, arbeiten wir nach dem Konzept der Definitionsmacht.

Was bedeutet das Konzept der Definitionsmacht?
Personen, die von Gewalt (ob körperlich oder psychisch) betroffen sind, haben die Definitionsmacht über das von ihnen Erlebte.Sie sind die Expert*innen ihrer eigenen Situation und somit die einzigen, die ihre Erfahrungen einschätzen und bewerten können. Wir (das Awareness-Team und die JWD-Camp-Orga) sind parteilich mit ihnen. Parteilichkeit ist für uns eine innere sowie aktiv nach außen gerichtete Haltung. Das bedeutet, dass wir die Einschätzung und Bewertung von betroffenen Personen nicht in Frage stellen. Wir stehen klar an ihrer Seite und sind solidarisch mit ihnen.

Wie arbeitet das Awareness-Team?
Im Rahmen des JWD-Bündnisses haben wir gemeinsam mit anderen das Camp organisiert und sind für den Bereich Awareness zuständig. Wir sind ein Team aus Menschen, die kontinuierlich zu den Themen Awareness, Anti-Sexismus und Feminismus arbeiten und ebenfalls im Bereich Antifaschismus aktiv sind. Auf dem Camp werden wir allerdings zu jeglicher Art von Diskriminierung arbeiten. Dabei sehen wir uns als Unterstützung und nicht als Ersatz für gegenseitige Aufmerksamkeit und verantwortungsvolles Handeln.

Während der Camp-Tage werden wir durch Markierungen für euch erkennbar sein und uns auch auf den Plenas als Crew vorstellen. Zusätzlich findet ihr uns am Info-Point und es wird verschiedene Aushänge geben. Wir versuchen, die gesamte Zeit für euch persönlich ansprechbar zu sein. Ansonsten sind wir auch über eine Telefonnummer erreichbar.

Wenn uns problematische Situationen auffallen, sprechen wir die beteiligten Menschen an, damit es möglichst nicht zu Grenzüberschreitungen kommt. Sollte es dennoch zu solchen kommen, ist uns wichtig, dass sich die ausübenden Menschen mit ihrem Verhalten kritisch auseinander setzen. Über Konsequenzen für Menschen, die sich grenzüberschreitend und/oder diskriminierend verhalten haben, entscheiden wir als Awarenessteam nach dem Konzept der Definitionsmacht. Damit liegt die Verantwortung für (mögliche) Konsequenzen bei uns und der Camp-Orga. Bei Fragen und Anregungen im Vorfeld des Camps schreibt uns gern eine E-Mail an: awareness [ät] jwd-camp.org