IN EIGENER SACHE

Uns ist nicht entgangen, dass die völkisch-nationalistische AfD zum zweiten Mal eine kleine Anfrage zum JWD-Camp im Brandenburger Landtag gestellt hat. Bei den Autoren der Anfrage handelt es sich um drei alte weiße Männer: Andreas Galau, Thomas Jung und dem vor Kurzem im Verfassungsschutz-Gutachten vielfach erwähnten und „ich-habe-mich-bei-der-HDJ-nur-nach-dem-rechten-umgesehen“-Andreas Kalbitz. Am 14. Januar diesen Jahres beantwortete die Landesregierung die kleine Anfrage. Das dreiseitige Schreiben lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: „Mein Name ist Hase, und ich weiß von nix.“ Gut zu wissen, dass sich unter den Organisator*innen die „Antifa Potsdam“ und die „Antifa Cottbus“ befunden haben. Liebe Landesregierung, da wisst ihr mehr als wir, gerne könnte ihr für uns mal Kontakt zu diesen Gruppen herstellen. Abgesehen von den Infos, die jede*r auf unserer Seite nachlesen kann, gibt die Landesregierung wenige Erkenntnisse über unser Camp zu Protokoll. Das ist auch gut so! Wir sind gerne das Gespenst, das sein Unwesen in Brandenburg und der AfD den Angstschweiß auf die Stirn treibt.

Aber Spaß beiseite: Leider ist es mittlerweile gängige Praxis der AfD mit solchen Anfragen unliebsame Vereine und Organisationen – also all diejenigen, die sie als „Links-Grün-Versifft“ ausmachen – als „linksextrem“ zu titulieren und mit Dreck zu bewerfen und so ihre Arbeit zu diskreditieren.

Doch davon lassen wir uns nicht einschüchtern! Wenn „linksextrem“ zu sein bedeutet, sich für die universelle Freiheit aller Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität oder ähnlichem einzusetzen, dann sind wir gerne „linksextrem“. Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Sexismus als Ausdrucksformen einer autoritären Formierung, wie sie durch die faschistische AfD ihren Ausdruck findet, bleiben für uns keine Alternative.

Wir bleiben antifaschistisch – und wir werden siegen!

Das JWD Camp 2018 ist vorbei. Höchste Zeit ein kleines Resümee zu ziehen.

Es waren einfach vier traumhafte Tage mit euch. Wir sind völlig begeistert! Danke an alle, die das Camp zu einem wirklich schönen Erlebnis gemacht haben. Trotz höchster Waldbrandstufe, war die Stimmung ganz entspannt und fast schon familiär. Wir möchten uns bedanken bei allen, die das Camp so wundervoll gemacht haben. In erster Linie wollen wir […]

[junge Welt] Antifa heißt Landarbeit Sommercamp Ende Juli in Brandenburgs Nordwesten: Vernetzen jenseits städtischer Wohlfühlzonen

Zum viertägigen »JWD«-Camp rufen Ende Juli antifaschistische Gruppen aus Brandenburg auf. Die Abkürzung steht für die in der Gegend recht verbreitete Redensart »janz weit draußen« und meint Orte, die nicht so leicht zu erreichen sind. Mit einer Mischung aus Workshops, Vorträgen und Konzerten wirbt der Organisationskreis unter dem Motto »Antifa heißt Landarbeit« dafür, antifaschistisch Aktive […]